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Wanderkleidung und Wanderschuhe

 

Die richtige Wahl der Wanderkleidung hängt natürlich stark von der Jahreszeit und dem zu erwartenden Wetter ab. Wenn man das Wetter nur vorher immer schon kennen würde, wäre alles viel einfacher. Da es aber mit dem Wetter so eine Sache ist, sollte die Kleidung möglichst vielseitig sein, damit man für alle Wetterverhältnisse gewappnet ist.

Bewährt hat sich das „Zwiebelprinzip“. Dabei werden mehrere Lagen Kleidung übereinander getragen, die man je nach Wetter an- oder ausziehen kann. Typischerweise sieht das so aus: Unterschicht aus Funktionswäsche, die den Schweiß von der Haut weg transportiert. Mittelschicht aus Faserpelz (Fleece), der Feuchtigkeit nach außen transportiert, sich nicht vollsaugt und den Körper warm hält. Die Außenschicht bildet eine wasser- und winddichte Jacke, die idealerweise atmungsaktiv ist.

Doch gerade bei den Jacken gibt es eine riesige Auswahl an Produkten, was die richtige Entscheidung nicht einfach macht. Fürs Wandern erhält man qualitativ gute Überjacken für 100 bis 200 Euro. Je nach Benutzungsart wählt man eine absolut wasserdichte und robuste Hard-Shell-Jacke oder eine Soft-Shell-Jacke, die atmungsaktiver, dafür aber nur wasserabweisend ist. Die Jacke sollte vor allem leicht sein, also unter einem Pfund wiegen, und sich ganz klein zusammenrollen lassen. Schließlich liegt sie die meiste Zeit im Rucksack.

Sie sollte einige gut verschließbare Taschen haben, in denen man das Handy, Kompass oder ein Schweizer Messer verstauen kann. Es gibt inzwischen auch Jacken, bei denen man das Innenfutter herausnehmen kann, was Ideal für Wanderungen bei wechselnden Wetterverhältnissen ist. Wichtig ist aber auch hier, dass – wie bei den Wanderschuhen – die Jacke einfach bequem ist und nicht zwickt oder beim wandern stört.

Auch moderne Wandersocken können den Gehkomfort im Idealfall enorm steigern. Mit Polstern an Ferse und Ballen dämpfen sie die Härten des Weges, ihre weiche Innenseite und eine ausgeklügelte Passform sorgen für einen angenehmen, faltenfreien Sitz.

Wanderschuhe

 

Eines der wichtigsten Bestandteile der Wanderausrüstung – wenn nicht sogar der wichtigste – sind die Wanderschuhe oder Wanderstiefel. Wanderschuhe müssen je nach Verwendungszweck verschiedene Anforderungen erfüllen. Um dem Käufer die Wahl des richtigen Schuhs zu erleichtern, verwenden viele Hersteller inzwischen ein einfaches Klassifizierungssystem: Die Schuhe werden mit Buchstaben von A bis D gekennzeichnet werden. A steht für Wanderschuhe die für leichtes Gelände geeignet sind. D für Schuhe, die im hochalpinen Gelände getragen werden können. Je schwieriger das Gelände, umso höher der Buchstabe.

Für kurze, unkomplizierte Wanderungen sind Leichtwanderschuhe (A) am besten geeignet. Diese Schuhe eignen sich sehr gut für Wanderungen mit leichtem Gepäck auf Waldwegen oder asphaltierten Straßen. Im Handel tragen diese Schuhe auch oft folgende Bezeichnungen: Hiking, All Terrain, Allrounder, ATC Trail oder Active Day.

Für Wanderungen mit Wochengepäck in den Mittelgebirgen, sollten eher einen festeren Wanderstiefel (B) verwendet werden.

Bergwanderstiefel (C) hingegen sind für Wanderungen auf der Straße eher nicht geeignet. Durch ihre feste Verarbeitung sind sie sehr gut für Wanderungen in den hohen Bergen mit gelegentlichen Klettereinlagen geeignet.

Für Wanderungen durch Gletscher oder ähnlich unwegsames Gelände sollten Extremwanderer Alpinstiefel (D) benutzen. Diese sind nicht nur sehr stabil, sondern sie schützen den Fuß auch vor großer Kälte. Wegen ihrer Festigkeit sind diese Schuhe aber auf der Straße kaum zu gebrauchen.

Die wichtigsten beiden Aspekte beim Kauf von Wanderschuhen, sind die Stabilität und die Bequemlichkeit. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass die Schuhe groß genug sind, wenn man darin bei Winterwanderungen oftmals  dicke Wollsocken trägt. Es ist auf jeden Fall ratsam, die Schuhe vorher anzuprobieren und einen „Testlauf“ durchzuführen. Wasserfestigkeit ist genauso ein Muss, wie stabile Sohlen. Je nach Schuhtyp (A-C), haben die Sohlen eine bestimmte Dicke. Die Wanderschuhe sollten an der Ferse gut sitzen, während die Zähen genug Luft haben sollten. Rutscht der Fuß hin und her, riskiert man unangenehme Blasen.